Dienstag, 15. Januar 2008

Schnief...

jetzt hatte ich die Kälte in China bestens überstanden und war wohl etwas übermutig als ich wieder zurück nach Deutschland kam. Prompt hats mich natürlich mit einer Erkältung erwischt, so dass ich Sonntag und gestern erstmal flach lag. So richtig schön mit triefender Nase, Husten und zu allem Überdruss meinte dann auch noch die Verdauung ihren Teil zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen zu müssen.

Seis drum, heut gings wieder aufwärts und deswegen auch ein kurzes Lebenszeichen an dieser Stelle, bevor noch jemand meint ich hätte mich jetzt vorschnell verabschiedet:-)

Montag, 7. Januar 2008

Büroalltag

den ersten Tag im Büro, wenn ich vorher eine Weile lang unterwegs war, empfinde ich immer als stressig und so ging es mir auch heute. Erstmal ist nichts an seinem "gewohnten" Platz, zweitens klingelt öfter mal das Telefon oder es kommen wieder mails, oder... Vor Ort beim Kunden ist man mehr auf die Probleme fokussiert, die man direkt in der Produktion sehen kann, oder man kann sich Änderungen widmen von denen man sich Verbesserungen verspricht. Gute Ideen kann man verwirklichen, ohne auf eine Bürokratie achten zu müssen, zumindest solange man zielgerichtet und auch letztlich erfolgreich arbeitet.

Ein oder zwei Tage brauche ich immer bis ich mich wieder darauf eingestellt habe und ich hab mich heute gefragt, wie ich es am Anfang mal sechs Jahre lang nur im Büro ausgehalten habe, bevor ich dann oft auch bei Kunden unterwegs war. Aber offensichtlich ist alles Gewöhnungssache und der Alltag hier kommt mir im Augenblick einfach nur wieder fremd vor.

Sonntag, 6. Januar 2008

alte Erinnnerungen

das hatte ich schon lang nicht mehr gehört und heute auch nur zufällig beim Stöbern gefunden. Hat zwar nichts mit meinem heutigen Musikgeschmack zu tun, aber als Kind hab ichs oft im Radio gehört und die Erinnerung ist geblieben.

Aufräumarbeiten

Die Rückreise nach Hause verlief diesmal völlig entspannt und alles hat ohne Probleme geklappt. Donnerstag hatte ich mir einen Tag mit Ruhe zum Ausspannen in Peking gegönnt und war auch prompt so müde, dass ich den Nachmittag erstmal mit einem ausgedehnten "Mittagsschlaf" verbracht habe.

Freitag gings dann zurück nach Deutschland und am Abend war ich dann wieder zu Hause. Natürlich sammelt sich in zweieinhalb Monaten ein ganzer Berg an Post an, selbst wenn man das meiste schon auf online-Zugriff umgestellt hat. Ich bin jedesmal wieder überrascht, was sich da so ansammelt und wieviel davon dann sofort zu Altpapier wird oder den Gelben Sack füllt :-)

So ging also der gestrige Tag aufs Sortieren, Abheften, Einkaufen und Aufräumen (Wäsche waschen und was sonst noch so anliegt...) drauf, bevor ich heute noch alles für die kommende Woche vorbereite. Immerhin hab ich gestern auch nochmal die Fotos von unterwegs durchgeschaut und das eine oder andere wird an dieser Stelle in den nächsten Tagen noch folgen.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Aufbruch mit Hindernissen

ich liebe es am letzten Tag noch Software aufdaten zu müssen, aber heute ging es leider mal wieder nicht anders. Geplant war, dass ich heute morgen mindestens zwei Stunden Zeit dafür haben sollte, und dann auch noch einige Tests machen könnte, bevor die Produktion wieder startet.

Als wir um kurz nach acht wieder im Werk waren, war natürlich der Zeitplan wieder dahin; immerhin war die Produktion noch nicht wieder aufgenommen, aber nach dem Einspielen der Änderungen ging es ohne Test sofort weiter. Nach kurzer Zeit gab es noch mal eine längere Pause und da bis dahin alles in Ordnung war habe ich in Ruhe angefangen backups zu ziehen und für meinen Kollegen die wichtigsten Änderungen und Punkte auf die er bei seiner Rückkehr schauen muss zusammenzufassen.

Kurz vor Feierabend hab ich dann nur gesehen, dass plötzlich irgendetwas nicht stimmte. Während dunkelgrüne Felder auf dem Bildschirm signalisieren, dass alles in Ordnung ist, wurden auf einmal etliche rot und dann war mir schon klar jetzt ist ohne Vorwarnung irgendetwas gründlich schiefgegangen. Glücklicherweise liess sich die Ursache schnell klären; versehentlich hatte jemand einen falschen Eintrag in die Datenbank gemacht, aber zumindest mein Blutdruck war erstmal noch für eine Weile etwas erhöht.

Mittlerweile habe ich meinen Koffer gepackt, die letzten mails verschickt und auch die Hotelrechnung gezahlt. Jetzt geh ich mal davon aus, dass ich dann morgen früh nach Peking fliege und am Tag darauf wieder nach Hause.

Dienstag, 1. Januar 2008

Frohes Neues Jahr

das Jahr ist jetzt zwar schon ein paar Stunden alt, aber es hat ja noch mehr als 360 Tage. Deshalb möchte ich allen ein schönes, gesundes und hoffentlich erfolgreiches kommendes 2008 wünschen.

Meine Gedanken sind heute zu Hause und ich denke vor allem an einige liebe Menschen, bei denen ich das Glück hatte sie kennenlernen zu dürfen, an diese natürlich besonders liebe Grüsse.

Morgen ist, wenn jetzt keine Katastrophen mehr passieren, mein letzter Tag hier vor Ort, bevor es am Donnerstag erst nach Peking und dann am Freitag wieder zurück nach Deutschland geht.

Sonntag, 30. Dezember 2007

ein (fast) freier Tag

Nach dem gestrigen Tag war heute eigentlich mal der freie Tag der Woche angesagt. Und zunächst ließ sich der Tag auch gut an: Herrlicher Sonnenschein und fast kein Nebel beim Aufstehen (man konnte sogar die umliegenden Berge sehen),

winter_sunrise

ein schönes gemütiliches Frühstück, am Vormittag mal in aller Ruhe die Nachrichten der Woche durchstöbern und derst danach den nächsten bugfix in Angriff nehmen....

Aber zu früh gefreut, wie ich mir nach gestern eigentlich schon hätte denken können. Heute Nachmittag klingelt also das Telefon und ich erfahre, dass es wohl seit den gestrigen Änderungen Probleme gäbe. Wie üblich war die Beschreibung dazu so diffus, dass ich mich dann lieber gleich ins Taxi gesetzt habe und ins Werk gefahren bin.

Dort angekommen, wollte ich natürlich sehen, was denn nun eigentlich los war. Also liess ich mir erstmal das Problem beschreiben und habe dann versucht es nachzuvollziehen. Man kann sichs schon fast denken: Genau das was eigentlich nicht gehen sollte, funktionierte dann einwandfrei.

Leid getan hat mir der chinesische Kollege, da sein Chef daneben saß und mitbekommen hat, dass es offenbar kein grösseres Problem gab und sie mich extra deswegen am Sonntag ins Werk bestellt hatten. Offenbar hatte ich ja nur die Prozedur "nach Vorschrift" durchgeführt und schon war alles in Ordnung... Wäre das bei uns vielleicht nur peinlich, so ist es hier mit das Schlimmste sein Gesicht zu verlieren indem man Fehler eingestehen muss.

Nachdem sein Chef dann weg war, konnten wir dann immerhin doch noch einige kleinere Probleme, die uns sonst in den nächsten Tagen vor die Füsse gefallen wären, beseitigen. Insofern hat es sich wenigstens gelohnt, aber ich fange an mir Gedanken zu machen, ob ich wirklich guten Gewissens am Donnerstag zurückfliegen kann. Na mal schauen, was die nächsten zwei Tage bringen.

Samstag, 29. Dezember 2007

Murphy's law

bei allem was Software angeht ist man als Entwickler ja immer zuversichtlich, dass das Endprodukt dann auch so funktioniert, wie man sich das beim Design mal vorgestellt hat. Natürlich sagt die Erfahrung, dass das meistens nicht der Fall ist, frei nach dem Motto: "was schief gehen kann, das geht auch schief".

Der heutige Tag hat mich in dieser Einschätzung mal wieder bekräftigt, nicht nur was Software angeht... In den letzten Tagen waren mir noch einige Dinge eingefallen, die ich noch verbessern könnte wollte heute in einer Produktionspause einfach nur diese Änderungen einspielen. Formal hat das auch alles funktioniert, auch nach dem update lief zunächst alles wie geplant, bis sich schliesslich ein Programm nach dem anderen sang- und klanglos verabschiedete.

Also wieder einen Schritt zurück auf die letzte stabile Version und dann wieder erneut testen und schliesslich alles freischalten. Immerhin hat das funktioniert und ich weiß jetzt auch was vorher schiefging.

Leider war zu diesem Zeitpunkt der normale Feierabend schon vorbei und demzufolge auch der Bus zurück zum Hotel abgefahren. Aber kein Problem, da sich freiwillig jemand anbot mich und die Anderen, die noch so lange dageblieben waren, in seinem Auto mitzunehmen (als Ausländer darf man hier in China nicht selber fahren). So sind wir dann also losgefahren, mussten aber nochmal unterwegs anhalten, da jemand noch seine Arbeits- gegen Alltagskleidung wechslen wollte.

Nun muß man dazu sagen, dass es in den letzten Tagen hier wieder deutlich kälter geworden ist, ich schätze mal es war vorhin ca. -10 Grad als wir dort gewartet haben. Nach einigen Minuten hat der Fahrer den Motor abgeschaltet und wir haben, so langsam frierend, weiter gewartet, während sich langsam an der Innnenseite der Scheiben eine Eisschicht bildete. Schliesslich kam der noch fehlende Mitfahrer zurück und wir wollten endlich losfahren, aber, man kann es fast erraten, nun sprang der Motor nicht mehr an....

Für die nächste knappe halbe Stunde haben wir dann so ziemlich alles probiert: Erst mal alles Unnötige abschalten, dann erst wieder starten, Anschieben, etc... Erstmal half gar nichts, die chinesischen Kollegen fingen an herumzutelefonieren, was man denn noch machen könnte und es wurde... nur noch kälter.

Erst der x-te Versuch, erneut mit Anschieben war dann schliesslich doch noch erfolgreich und schliesslich bin ich dann reichlich durchgefroren heute abend doch noch wieder im Hotel angekommen :-)

Denkanstoß

einen interessanten Ansatz zum Weiterphilosophiren über das Schild aus dem Beitrag vom 23.12. habe ich aus anderer Quelle bekommen (übrigens thxle an dieser Stelle und Kommentare sollten jetzt auch ohne Anmeldung möglich sein *fg)

es sieht aus wie ein Parkschild für Rollstuhlfahrer,
was ja auch wiederum paradox ist, denn wer stellt schon seinen Rollstuhl ab und geht zu Fuß weiter ....

Denken wir diesen Gedanken mal zuende: Ich sehe also dieses Schild, stelle meinen Rollstuhl ab und gehe zu Fuß weiter. In diesem Fall war also der Rollstuhl gar nicht nötig, denn schliesslich kann ich ja gehen. Wozu dann der Rollstuhl? Wenn er nicht nötig war, warum habe ich dann darin gesessen? Oder ist dies gar der Platz an dem er einfach so überflüssig wird, weil ich plötzlich wieder gehen kann? Hmm, ich glaube das wirft noch mehr Fragen auf...

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Weihnachten in China

Eigentlich gibt es in China ja kein Weihnachten, da die wenigen Christen hier eine winzige Minderheit sind. Dennoch findet sich meistens überall Weihnachtsdekoration und selbst im Supermarkt kann man manchmal am 24. europäische Weihnachtslieder hören. Wenn man aber über Weihnachten zum Arbeiten hierbleibt, wird man meistens zu einem guten Essen eingeladen, was bei uns gestern der Fall war. Das Essen, von Peking Ente über Gemüse, Fisch und Seafood bis hin zu lokalen Spezialitäten war echt lecker, und reichhaltig, was man vielleicht im Bild erahnen kann:

weihnachtsessen

Wer jetzt meint, das sieht ja ganz anders aus als beim Chinesen "um die Ecke" dem sei gesagt, es ist hier meistens auch ganz anders als mans aus Deutschland kennt, aber fast immer sehr gut *fg

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